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#1

Zeitungsartikel - Gespräch mit einem Hundepsychologen

in Was macht Ihr mit Euren Hunden? 27.04.2013 07:53
von Ulli (gelöscht)
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Schaut mal hier: http://m.faz.net/;s=KWAl4vfh9pxUyTHFELBd...d-12156340.html

Ist interessant, finde ich.

zuletzt bearbeitet 27.04.2013 07:54 | nach oben springen

#2

RE: Zeitungsartikel - Gespräch mit einem Hundepsychologen

in Was macht Ihr mit Euren Hunden? 27.04.2013 09:23
von Gelöschtes Mitglied
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Der Artikel gefällt mir sehr gut, Ulli.

Ich brauche es auch nicht, dass Oskar Männchen macht und sonstige Kunststücke. Sein früheres Frauchen hat ihm so etwas beigebracht - das nützt uns leider nichts, dass er sich auf das Wort "Twist" im Kreis dreht.

Grundsätzliches, wie z.B. dass er kommt, wenn ich ihn rufe oder auch abgibt, was er gerade im Maul hat, das muss sein - zu seiner Sicherheit. Und - mein dringenster Wunsch - das kommt in dem Artikel ja auch zum Ausdruck, wie wichtig das ist, dass er sich mit anderen Hunden versteht, evtl. sogar einen Freund findet.

Da fällt mir Maike Maja Nowak ein. Von ihr habe ich zwei wunderbare Bücher gelesen. Sie übt gar keinen Druck auf die Hunde aus. Hat unter sehr kargen Bedingungen in Russland jahrelang mit einem Rudel gelebt und besonders von dem Leithund gelernt. Und zu ihr wollte ich eigentlich auch zu Beginn mit Oskar, nachdem ich gemerkt habe, wie schwierig er in Bezug auf andere Hunde ist. Dafür hätten wir uns auch eine Woche in Berlin einquartiert. Aber sie - wie auch Herr Rütter - ist mehr unterwegs als in ihrem Dog-Institut. Aber evtl. nehme ich doch Kontakt auf für die Tage, die wir dieses Jahr in Berlin sind.

Die Bücher - besonders das über die Zeit, das Leben in Russland - sind wirklich sehr anrührend. Das zweite ist auch sehr gut geschrieben. Nie mit erhobenen Finger.

Ulli, wenn du im Krankenhaus merkst, dass du lesen kannst und möchtest und bist interssiert, gib Laut - direkt oder über deine Bezugspersonen. Ich leihe/schicke sie dir gerne. Verleihe sie auch gerne später wieder weiter. Ich finde es immer schade, wenn die Bücher nur im Regal stehen und verleihe wirklich gerne.
Bitte sagt einfach Bescheid.

Lieber Gruß
Uschi

zuletzt bearbeitet 27.04.2013 09:25 | nach oben springen

#3

RE: Zeitungsartikel - Gespräch mit einem Hundepsychologen

in Was macht Ihr mit Euren Hunden? 27.04.2013 17:46
von Collie • Wohlfühler
| 730 Beiträge | 1832 Punkte

Huhu!

Ich gehe mit dem Artikel nicht ganz konform.

Zitat
Woran liegt das?

Vor allem an den Erziehungsmethoden. Ein Hund müsste eigentlich ein wesentlich lockereres, entspannteres Leben führen als das, was wir ihm heute bieten. Aber wir wollen, dass er funktioniert. Damit die Nachbarn nicht sagen können: Der Hund ist ja unerzogen.



Wenn man davon ausgeht, dass Hunde domestiziert wurden mit dem Hintergedanken, die Menschen zu begleiten und mit ihnen zu arbeiten, dann kann man in meinen Augen die "ursprüngliche Formen" (Wolf, afrikanische Wildhunde, usw) nicht mit domestizierten, an das Leben mit Menschen seit vielen, vielen Jahren angepassten Haushunden, vergleichen.

Ich finde es kritisch zu sagen, dass Hunde eben KEINE Aufgabe bekommen sollen. Und unter "Aufgabe" verstehe ich jegliche Art von Beschäftigung und Interaktion zwischen Mensch und Hund.
Ob nun ein Schäfer mit seinem Hund hütet, oder man mit seinem Hund Agility macht, oder ein Hund Behindertenbegleithund, Seniorenheimbesuchshund, Polizeihund, ein Jäger mit seinem Jagdhund jagen geht, oder der Hund einfach nur "Alltagsbegleithund" ist und überall dabei ist.

Hunde sind dafür da, erzogen zu werden. Das wurde über Jahrtausende genetisch fixiert, deshalb ist der Hund ein Hund, der Wildhund ein Wildhund und er Wolf ein Wolf.

Ich denke, es ist zum Einen, wie so oft, der Mittelweg der richtige.
Dazu kommt, dass die Art der Beschäftigung zum Hund passen sollte, ich mir also keinen Jagdhund kaufe, um mit ihm meine Schafe zusammen zu treiben, und ich nicht von einem Papillon erwarte, dass er mir die erschossene Ente aus dem Teich fischt.

Natürlich brauchen Hunde Ruhephasen, aber es wären keine Hunde, wenn sie nicht anpassungsfähig, widerstandsfähig und belastbar wären, eben auch mit Straßenlärm, etc.

Erziehung ist wichtig. Erziehung bedeutet Freiheit. Je besser mein Hund erzogen ist, desto freier kann er sein. Meine eigenen Hunde laufen fast immer und überall ohne Leine (mir fällt gerade keine Situation ein, wo sie aktuell angeleint sein müssen, muss ich gestehen), weil ich weiß, dass sie so erzogen sind, dass ich mir das mit ihnen leisten kann. Und ich bin mir sicher, dass DAS ihnen besser gefällt, als angeleint mitlatschen zu müssen.

Zitat
In erster Linie durchwandern die ihr Revier. Sie hetzen nicht herum, wie wir ihnen das aufzwingen, wenn wir sie ans Fahrrad hängen. Sie schnüffeln. Das Gehirn wird stark angestrengt, gar nicht mal so der Körper.



Aber, auch wenn mich der Vergleich mit den Wildhunden anödet und ich ihn absolut albern finde:
Sie sprinten auch mal. Sie müssen jagen und sich ernähren. Die kommen nicht in ein warmes Haus und finden einen gefüllten Napf.
Und ob sie nun im Trab kilometer lange Strecken zurück legen, um mit ihrer Nahrung zu wandern, oder ob sie am Fahrrad "um ihre Nahrung wandern", ist dem Hund egal. Hauptsache, mal bewegt werden, fit bleiben, nicht verfetten.
Schnüffeln kann der "gemeine Stadthund" später noch genug.

Zitat
Agility kann man dosiert machen, aber nicht ständig und nicht mit den Hunden, mit denen es meistens gemacht wird: Border Collies und Jack Russell Terrier.



Wieso nicht???


Zitat
Ja, die sind nicht alle vernünftig sozialisiert. Kann sein, dass der eigene Hund da gemobbt wird, aber er muss ja da drauf, er kann dem Ganzen nicht entkommen, wie es der Wildhund könnte, der da nie hingehen würde. Darum wichtig: stabile Kontakte zu befreundeten Hunden. So, wie wir auch Freunde haben, die wir einschätzen können.



Hier seh ich es ähnlich, wie der Verfasser:

Hundewiesen und "-spielplätze" können keine "festen Freundschaften" ersetzen.
Aber auch solche Ansammlungen kann ein Hund wegstecken, ohne "Depressionen" zu bekommen. Hunde sind eben KEINE Wildhunde, sie sind (=sollten es sein) hochsozial und spezialisiert und auch wenn es widernatürlich ist für sie, fremde Artgenossen (evtl sogar potent und gleichgeschlechtlich) zu begrüßen und zu mögen, so sind sie (=sollten sie sein) in der Lage mit ihnen umzugehen.


Dieses Reininterpretieren geht so gerne nach hinten los.

Ich wüsste gerne, was der Verfasser meint mit
"Depression" (wie diagnostiziert er das? woran macht er es fest??)
"normaler Tagesablauf" ("Am besten wäre es, wenn Hunde einen ganz normalen Tagesablauf hätten.")



Zitat
Der Hund möchte nur ein gemütliches Leben haben, Bewegung, Nahrung zerlegen, durch sein Revier wandern, körperliche Nähe, hier und da mal eine Interaktion mit einem bekannten Artgenossen. Das reicht ihm.



Schwachsinn!
Der Hund ist ein hochspezialisiertes Lebewesen, das über Jahrtausende "entwickelt" wurde. Hunde sind Vollprofis mit über-ausgeprägten Fähigkeiten, je nach Rasse spezifisch.
Da brauchts dann manchmal mehr, als fressen, schlafen und 20 Minuten um den Block wandern.


Liebe Grüße

Ann-Kathrin und



I feel sorry for people who don't have dogs. I hear they have to pick up their own food if they drop it on the floor.
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#4

RE: Zeitungsartikel - Gespräch mit einem Hundepsychologen

in Was macht Ihr mit Euren Hunden? 30.04.2013 07:27
von Jammy • Admina | 21.429 Beiträge | 28412 Punkte

Hmmm...

Ja interessant ist der Artikel schon.
Mal ne andere Sichtweise in einigen Bereichen zu sehen.

Also meinen Hunden tut es gut, wenn sie gefordert werden.
Würden sie es nicht, DANN gäbe es vermutlich die beschriebene Depression.

Meine Hunde - so sehe ich sie - sind nach einer neuen Tour, nem supi Gassigang
zufrieden und muschelig eingemummelt auf dem Sofa zu finden. Träumen vom laufen
und geben ab und an ein quitschen von sich im Schlaf.
Sie verarbeiten das erlebte.
Wir haben zusammen Spaß - sind ein Team.

Ich kann mir nicht vorstellen, das ich meine Yorkies den ganzen Tag zu Hause lassen
sollte. Die würden sich gegenseitig fressen vor Langeweile.

Gut da kann man nun auch sagen, man kann den Hunden alles antrainieren.
Also Gassigänge zum Beispiel.
Heißt, sie bestehen auf diese Gänge.

Man kann ihnen auch von Anfang an Diese verwehren - heißt sie kennen es nicht.

Was der Hund nicht kennt, vermisst er nicht? Oder wie war das noch?

Hunde sind Lauftiere. Hunde sind intelligent. Hunde sind menschenbezogen.
Warum soll man deren Eigenschaften nicht fördern?

Gut, es mag Dinge geben wo ich meine es ist übertrieben viel.
Da gibt es die Agijunkies zum Beispiel. Höher, schneller und weiter muß es gehen.
Aber zack zack...
Klar, der Hund macht es mit. Er macht IMMER alles mit, was WIR wollen.
Ist das denn aber noch gesund auslasten und Beschäftigung mit Spaß haben?

Ich denke ein gesundes Maß ist da angebracht.

Bin ich vom Thema ab?
Ich weiß garnicht, worauf ich eigentlich hinaus wollte...herrjee


zuletzt bearbeitet 30.04.2013 07:28 | nach oben springen

#5

RE: Zeitungsartikel - Gespräch mit einem Hundepsychologen

in Was macht Ihr mit Euren Hunden? 30.04.2013 09:17
von Gelöschtes Mitglied
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Ich kann mir nicht vorstellen, das ich meine Yorkies den ganzen Tag zu Hause lassen
sollte. Die würden sich gegenseitig fressen vor Langeweile.


Ne, das ist - hoffentlich - auch nicht so gemeint, in dem Artikel. Dass die Hunde nur faulenzen. Wir habe auch die Erfahrung gemacht, dass Oskar, wenn er sich köperlich ein verausgaben kann, ausgelichener ist. Und wir haben zwar die täglichen Gassirunden - die auch schon zwischen morgens, mittags und abends variieren - aber mehrfach die Woche geht es auch mal ganz woanders hin. Wo es nach ganz anderen Hunden riecht.

Ich hab den Artikel eher so verstanden, dass es den Menschen, nicht den Hunden, auf bestimmte Leistungen - und damit auf eigene Anerkennung, die der anderen Menschen, - ankommt.

Wobei ich dann, wenn ich solchen Mensch/Hunde-Paaren begegne, auch nicht den Eindruck habe, dass der Hund unglücklich ist, sondern eher, dass er glücklich ist, wenn sein Zweibeiner mit ihm zufrieden ist.

Ich kann gut damit leben, dass es in dieser Sache verschiedene Meinungen und Ansprüche gibt. Wie auch z.B. bei der Fütterung, Kastrieren Ja oder Nein, "Herausputzen" oder nicht, Pullover im Winter oder nur Fell. All das wird immer Anhänger oder Gegner haben. So wie Rasen jede Woche mähen oder Wildblumen zuzulassen und deshalb sehr selten zu mähen .
Solange kein Tier (welches auch immer) gequält wird und der Hund glücklich ist - ist für mich die Welt in Ordnung.

Das war mal eben schnell in Kladde geschrieben. Wahrscheinlich eben so spontan wie du eben, Jammy.
Denn wir müssen jetzt aus dem Haus.

Lieber Gruß
Uschi

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#6

RE: Zeitungsartikel - Gespräch mit einem Hundepsychologen

in Was macht Ihr mit Euren Hunden? 08.05.2013 16:52
von Shokoufeh • Wohlfühler | 122 Beiträge | 211 Punkte

Ich finde den Artikel sehr gut.

Ich habe nicht daraus gelesen, dass Hunde nur Zuhause auf der Couch liegen sollen, oder nicht beschäftigt werden sollen.


Liebe Grüße, Lena mit Minnie & Luna
zuletzt bearbeitet 08.05.2013 16:53 | nach oben springen


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